Die Leute sind unvernünftig, unlogisch und
selbstbezogen.
Liebe sie trotzdem!
Wenn Du Gutes tust, werden sie Dir egoistische Motive
und Hintergedanken vorwerfen.
Tue trotzdem Gutes!
Wenn Du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde
und echte Feinde.
Sei trotzdem erfolgreich!
Das Gute, das Du tust, wird morgen vergessen sein.
Tue trotzdem Gutes!
Ehrlichkeit und Offenheit machen Dich verwundbar.
Sei trotzdem ehrlich und offen!
Was Du in jahrelanger Arbeit aufgebaut hast, kann über
Nacht zerstört werden.
Baue trotzdem!
Deine Hilfe wird wirklich gebraucht, aber die Leute
greifen Dich vielleicht an, wenn Du ihnen hilfst.
Hilf ihnen trotzdem!
Gib der Welt Dein Bestes, und sie schlagen Dir die
Zähne ein.
Gib der Welt trotzdem Dein Bestes!
(Mutter Teresa)
Du. Mann an der Maschine und Mann in der Werkstatt. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst keine Wasserrohre und keine Kochtöpfe mehr machen – sondern Stahlhelme und Maschinengewehre, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN! ...
Du. Forscher im Laboratorium. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst einen neuen Tod erfinden gegen das alte Leben, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN! ...
Du. Pfarrer auf der Kanzel. Wenn sie dir morgen befehlen, du sollst den Mord segnen und den Krieg heiligsprechen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN! ...
Du. Mutter in der Normandie und Mutter in der Ukraine ... – Mütter in allen Erdteilen, Mütter in der Welt, wenn sie morgen befehlen, ihr sollt Kinder gebären, Krankenschwestern für Kriegslazarette und neue Soldaten für neue Schlachten, Mütter in der Welt, dann gibt es nur eins:
Sagt NEIN! Mütter, sagt NEIN!
Denn wenn ihr nicht NEIN sagt, wenn IHR nicht nein sagt, Mütter, dann: ...
Dann wird der letzte Mensch, mit zerfetzten Gedärmen und verpesteter Lunge, antwortlos und einsam unter der giftig glühenden Sonne und unter wankenden Gestirnen umherirren, einsam zwischen den unübersehbaren Massengräbern und den kalten Götzen der gigantischen betonklotzigen verödeten Städte, der letzte Mensch, dürr, wahnsinnig, lästernd, klagend – und seine furchtbare Klage: WARUM? wird ungehört in der Steppe verrinnen, durch die geborstenen Ruinen wehen, versickern im Schutt der Kirchen, gegen Hochbunker klatschen, in Blutlachen fallen, ungehört, antwortlos, letzter Tierschrei des letzten Tieres Mensch – all dieses wird eintreffen, morgen, morgen vielleicht,
vielleicht heute nacht schon, vielleicht heute nacht, wenn – wenn – wenn ihr nicht NEIN sagt.
(Wolfgang Borchert)
Ich fand es seltsam, daß wir Menschen, die in vieler Hinsicht so clever sind - und zum Beispiel den Weltraum und den Aufbau der Atome erforschen -, nicht mehr von uns selber wissen. Und mein Vater sagte etwas, das ich so klug fand, daß ich glaube, es hier wortwörtlich zitieren zu können: "Wenn unser Gehirn so einfach wäre, daß wir es verstehen könnten", sagte er und machte eine kleine Pause, "dann wären wir so dumm, daß wir es trotzdem nicht verstehen könnten."
(aus Jostein Gaarders Kartengeheimnis)
Die folgende Geschichte ist aus Anthony de Mellos Buch "Zeiten des Glücks"
"Ich war überzeugt, du würdest kommen"
"Mein Freund ist nicht vom Schlachtfeld zurückgekommen, Sir. Erbitte Erlaubnis, ihn zu suchen und hereinzuholen."
"Abgelehnt", sagte der Offizier, "ich möchte nicht, daß Sie Ihr Leben aufs Spiel setzen für einen Mann, der wahrscheinlich tot ist."
Der Soldat machte sich trotzdem auf die Suche und kam eine Stunde später tödlich verwundet zurück, in den Armen seinen toten Freund.
Der Offizier tobte. "Ich habe Ihnen gesagt, er sei tot. Nun habe ich Sie beide verloren. Was hat es nun gebracht, hinauszugehen, um eine Leiche zurückzubringen?"
Der sterbende Mann antwortete: "Es hat sich gelohnt, Sir. Als ich ihn fand, lebte er noch. Und er sagte zu mir: ´Ich wußte, Jack, daß du kommen würdest.´"