Herzlich Willkommen!

Sie sind auf Ihrer Suche in dem Menüpunkt "Wünsche" gelandet.
Zur Startseite der Sammlung von philosophischen und religiösen Weisheiten und Sprüchen geht es hier:
>>Startseite<<




"Wenn ich dir was wünschen dürfte, mein liebes Kind,
wünscht´ ich dir die sieben Gaben, die nicht leicht zu haben sind.

Die Geduld der Weinbergschnecke, ruhig zieht sie ihre Bahn,
und kommt unbemerkt von allen, still bei ihren Zielen an.

Und den Stolz von meiner Katze, kein Befehl bricht ihren Sinn,
sie streicht nur um meine Füße, wenn ich sanft zu ihr bin.



Die Balance des Steh-auf-Männchens, es schwankt etwas hin und her,
wenn man es zu Boden drückte, und steht dann wie vorher.

Und die Frechheit eines Flohes, der die großen Tiere dreist,
dort wo sie am meisten stinken, nicht hineinkriecht - nein - beißt!

Das Geheimnis eines Steines, außen grau und unscheinbar,
weiß er doch in seinem Innern, ein Kristall, sternenklar.



Und den Traum des Samenkornes, das sich in die Erde legt,
das die Blätter und Blüten, Raum und Frucht in sich trägt.

Und zuletzt den Mut der Rose, die noch einmal roter blüht,
wenn schon Rauhreif und Neuschnee, ihr das Fell überzieht."
(Gerhard Schöne)


Möge dann und wann...

Möge dann und wann
deine Seele aufleuchten
im Festkleid der Freude.

Möge dann und wann
deine Last leichter werden
und dein Schritt beschwingt wie im Tanz.

Möge dann und wann
ein Lied aufsteigen vom Grunde deines Herzens,
das Leben zu grüßen wie die Amsel den Morgen.

Möge dann und wann
der Himmel über deine Schwelle treten.
(Antje Sabine Naegeli)

Und möge dann und wann
ein ruhiger See dir begegnen,
Dein Spiegelbild Dich anlächeln
und ein glücklicher Fisch
Dir phantastische Geschichten erzählen.
(Katrin Schwarz)


Rausschmiss aus Cuba - Visum abgelaufen - Verlängerung unmöglich

"Laß mich Dir noch etwas wünschen: Daß Dein Leben ordentlich lebendig sein möge. Und vor allem, daß Du Dich nicht so schnell von äußeren Umständen ausbremsen läßt, wie ich mich von den Behörden in den letzten Wochen habe ausbremsen lassen. Im Augenblick glaube ich recht gut nachvollziehen zu können, daß das Leben in Strukturen genau das Gegenteil ist vom echten Leben. So scheint es egal zu sein, ob die Struktur sozialistisch ist oder kapitalistisch. Struktur ist umso ´schlechter´, je stärker sie die Menschen strukturiert. Struktur scheint das Gegenteil von Freiheit zu sein. Und Freiheit ist doch ein bißchen mehr als Freizügigkeit. Ein paar gute Beispiele dafür konnte ich in den letzten Wochen sehen. Damit laß mich Dir eine gute Distanz zur Struktur wünschen."
(aus einem Brief Josef Zeidlers)



Ich wünsche Ihnen also nur eines - das Glück, an einem Ort zu sein, wo Sie die Freiheit haben, Ihre Integrität zu wahren und wo Sie sich nicht durch die Notwendigkeit, Ihre Position in einem Unternehmen zu behaupten, den Erhalt finanzieller Unterstützung oder dergleichen genötigt fühlen, Ihre Integrität aufzugeben. Mögen Sie diese Freiheit haben.
(aus: Richard Feynman, "Sie belieben wohl zu scherzen, Mr. Feynman!")


Auf einem Baum ein Vogel saß,
ein blau-schwarz-grünlich-gelber.
Er saß da oben so zum Spaß
und fühlte nur sich selber.

Nein, keine Elster, auch kein Habicht,
kein Kuckuck, auch kein Zeisig.
Der Vogel, der im Baume saß,
war männlich, um die dreißig.

Er hatte bei sich ein Piano,
und spielte Schubert, Franz in Moll.
Ihr werdet fragen, was ein Vogel,
der Schubert spielt, im Baume soll?

Das ist, als würd´ ein Nilpferd singen,
oder ein Hamster dirigieren,
oder ein Sparschwein Rücken schwimmen,
oder ein Haus den Kopf verlieren.

Es ist einfach nicht zu glauben.
Erfunden - so was gibt es nicht!
Ein Vogel - und das ist bewiesen -
kann fliegen, doch Klavierspielen - NICHT!


Auf einem Baum ein Vogel saß.
Da sitzt er auch noch heute,
und spielt für sich nur so zum Spaß,
und für die kleinen Leute.

Die Kinder und die Älteren,
die Starken und die Schwachen,
die Hohen und die Niederen,
die traurig sind und lachen.

Für alle, die noch Bilder sehen,
und fähig sind zu träumen,
sitzt irgendwo ein Vogel rum,
spielt Schubert in den Bäumen.
(Dieter Huthmacher)


Werde wieder wie ein staunendes Kind,
das die Welt entdeckt -
jeden Augenblick neu!
(Tibetisches Sprichwort)




DESIDERATA

Gehe ruhig und gelassen durch Lärm und Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann.

Stehe, soweit ohne Selbstaufgabe möglich, in freundlicher Beziehung zu allen Menschen.

Äußere Deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen und Unwissenden, auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist.

Wenn Du Dich mit anderen vergleichst, könntest Du bitter werden, Dir nichtig vorkommen, denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als Du.

Freue Dich Deiner eigenen Leistungen wie auch Deiner Pläne.

Bleibe weiter an Deiner eigenen Laufbahn interessiert, wie bescheiden auch immer, sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten.

In Deinen geschäftlichen Angelegenheiten laß´ Vorsicht walten, denn die Welt ist voller Betrug. Aber dies soll Dich nicht blind machen gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit.



Viele Menschen ringen um hohe Ideale, und überall ist das Leben voller Heldentum. Sei Du selbst, vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung, noch sei zynisch, was die Liebe betrifft. Denn auch angesichts aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch immerwährend wie das Gras.

Ertrage freundlich und gelassen den Ratschluß der Jahre. Gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf.

Stärke die Kraft des Geistes, damit sie Dich in plötzlich hereinbrechendem Unheil schütze. Aber beunruhige Dich nicht mit Einbildungen. Viele Befürchtungen sind Folge von Erschöpfung und Einsamkeit.

Bei einem heilsamen Maß an Selbstdisziplin sei gut zu Dir selbst. Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume und Sterne. Du hast ein Recht, hier zu sein.

Und ob es Dir nun bewußt ist oder nicht, zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen. Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung Du auch von ihm hast, und was immer Dein Mühen und Sehnen ist.

In der lärmenden Wirrnis des Lebens erhalte Dir den Frieden mit Deiner Seele. Trotz all ihrem Schein der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist diese Welt doch wunderschön.

Sei vorsichtig. Strebe danach, glücklich zu sein.
(aus der alten St. Pauls Kirche in Baltimore von 1692)




The Ten Indian Commandments

Remain close to the great spirit

Show great respect for your fellow beings

Give assistance and kindness wherever needed

Be truthful and honest at all times

Do what you know to be right

Look after the well being of mind and body

Treat the earth and all that dwell there on with respect

Take full responsibility for your actions

Dedicate a share of your efforts to the greater good

Work together for the benefit of all mankind



Das letzte Glück liegt in der Wunschlosigkeit

Ich bat Gott um Kraft,
um etwas zu leisten.
Ich wurde schwach, auf dass ich
in Demut gehorchen lerne.

Ich bat Gott um Gesundheit,
um Größeres zu tun.
Ich erhielt Krankheit,
auf dass ich Besseres tue.

Ich bat um Reichtum,
um glücklich zu werden.
Ich erhielt Arbeit,
auf dass ich weise werde.

Ich bat um Macht,
um Menschenruhm zu ernten.
Ich erhielt Schwäche,
auf dass ich Gottes Hilfe suche.

Ich erbat alles,
um mich des Lebens zu erfreuen.
Ich erhielt das Leben,
um mich an allem zu erfreuen.

Ich bekam nichts von dem,
was ich erbat.
Und doch alles,
was ich erhofft hatte.

Fast gegen mein Wollen fand
unausgesprochenes Beten Erfüllung.
Unter allen Menschen
bin ich sehr reich gesegnet.
(Verse eines unbekannten Soldaten)



Die folgenden Geschichten sind aus Anthony de Mellos Bücher
"Eine Minute Unsinn", "Eine Minute Weisheit", "Warum der Schäfer jedes Wetter liebt", "Wer bringt das Pferd zum Fliegen?" und "Zeiten des Glücks"


Der Lebenswunsch

Die Geburt seines ersten Kindes erfüllte den Meister mit Freude. Staunend blickte er das Neugeborene immer wieder an.
"Was wünscht du ihm, einmal zu sein, wenn es groß geworden ist?" fragte ihn jemand.
"Maßlos glücklich", antwortete der Meister.



Warum der Schäfer jedes Wetter liebt

Ein Wanderer: "Wie wird das Wetter heute?" Der Schäfer: "So, wie ich es gerne habe." "Woher wißt Ihr, dass das Wetter so sein wird, wie Ihr es liebt?"
"Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich nicht immer das bekommen kann, was ich gerne möchte. Also habe ich gelernt, immer das zu mögen, was ich bekomme. Deshalb bin ich ganz sicher: das Wetter wird heute so sein, wie ich es mag."

Was immer geschieht, an uns liegt es, Glück oder Unglück darin zu sehen.



Viele Menschen sind nicht glücklich, weil sie an ihr Glück Bedingungen knüpfen.
Finde heraus, ob sich diese Einstellung in deinem Herzen eingenistet hat, und wirf sie hinaus.



Ehrgeiz ist eine Art Gehirnwäsche, der wir unterzogen wurden. Es wurde uns eingeschärft, dass nie etwas aus uns werden würde, wenn wir keinen Ehrgeiz hätten. Dabei erwähnte niemand die Energie und Freude, die in der Arbeit liegen können.
Von Tranxu, dem großen chinesischen Weisen, stammt der Satz: "Wenn der Bogenschütze schießt, ohne einen besonderen Preis zu bekommen, kann er seine ganze Kunst entfalten; schießt er, um eine Bronzemedaille zu erringen, fängt er an, unruhig zu werden. Schießt er um den Goldpokal, wird er blind, sieht zwei Ziele und gerät aus der Fassung. Sein Können ist dasselbe, aber der Preis spaltet ihn, er ist ihm wichtig. Er denkt mehr ans Gewinnen als an das Schießen. Und der Erfolgsdruck schwächt ihn."




Ein Mädchen

„Wie erlangt man das Glück?“
„Durch Erlernen, mit allem, was man erhält, zufrieden zu sein.“
„Dann kann man sich nie etwas wünschen?“
„Doch, man kann“, sagte der Meister, „vorausgesetzt, man tut dies in der Einstellung jenes Vaters, den ich einmal in einer Entbindungsstation traf. Als die Hebamme sagte: ´Sie haben sich bestimmt einen Jungen gewünscht, es ist aber ein Mädchen´, erwiderte der Mann: ´Ach, das macht wirklich nichts, denn ich habe mir ein Mädchen gewünscht, falls es kein Junge ist´.“


Schmetterlingslehre

„Das Glück ist ein Schmetterling“, sagte der Meister. „Jag ihm nach, und er entwischt dir. Setz dich hin, und er lässt sich auf deiner Schulter nieder.“
„Was soll ich tun, um das Glück zu erlangen?“
„Hör auf, hinter ihm her zu sein.“
„Aber gibt es nichts, was ich tun kann?“
„Du könntest versuchen, dich ruhig hinzusetzen, wenn du es wagst.“



Leela – Das Spiel Gottes

Einmal bezog sich der Meister auf die hinduistische Auffassung, wonach die ganze Schöpfung „leela“, ein Spiel Gottes sei und das Universum sein Spielplatz. Das Ziel der Spiritualität bestehe darin, so behauptete er, alles Leben zu einem Spiel zu machen.
Dies erschien einem strengen Besucher zu frivol. „Ist denn kein Raum zum Arbeiten da?“, fragte er.
„Selbstverständlich ist einer da. Aber Arbeit wird nur dann spirituell, wenn sie sich in Spiel verwandelt.“

Samen statt Früchte

Eine Frau träumte, sie beträte einen ganz neuen Laden am Markt, und zu ihrem Erstaunen stand Gott hinter dem Ladentisch.
„Was verkaufst du hier?“ fragte sie.
„Alles, was dein Herz begehrt“, sagte Gott.
Die Frau wagte kaum zu glauben, was sie hörte, beschloss aber das Beste zu verlangen, was ein Mensch sich nur wünschen konnte. „Ich möchte Frieden für meine Seele und Liebe und Glück, und weise möchte ich sein und nie mehr Angst haben“, sagte sie. Nach kurzem Nachdenken fügte sie hinzu: „Nicht nur für mich allein, sondern für alle Menschen auf der Erde.“
Gott lächelte: „Ich glaube, du hast mich falsch verstanden, meine Liebe“, sagte er, „wir verkaufen hier keine Früchte, nur die Samen.“



[Startseite]  [Textdarstellung]  [Graphische Darstellung]  [Gästebuch]